Mitteilung der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen
55 Projekte in 5 künstlerischen Sparten – diese Bilanz zieht die Kulturstiftung Thüringen aus ihren Projektförderungen für das Jahr 2026.
Aus rund 140 eingegangenen Anträgen haben unabhängige Fachjurys im vergangenen Spätherbst Kulturveranstaltungen von Bad Frankenhausen bis Themar zur Förderung empfohlen.
Andrea Karle, Referentin bei der Kulturstiftung, dankt der Jury für ihre ehrenamtliche Arbeit und freut sich über deren Empfehlung. „Unsere Förderlandkarte ist wieder sehr breit aufgestellt“, so Karle.
Neben Projekten entlang der Städtekette, seien viele Vorhaben dabei, die in den Regionen stattfinden. Als Beispiele nennt Karle das Projekt „Tanzgarten“ in Bad Frankenhausen, die Ausstellung der Künstlerin Steffi Babett Wartenberg im Eichsfeldmuseum in Heilbad Heiligenstadt oder das Musikfestival „Kulturgarten OpenAir“ in Themar.
In Suhl unterstützt die Stiftung gleich zwei Theaterprojekte, die sich mit dem Kultmoped Simson befassen.
Mit einer Förderquote von rund 40 Prozent stehen die Aussichten gut, finanzielle Mittel durch die Stiftung zu erhalten. Gleichzeitig, so betont die geschäftsführende Vorständin Katja Lipfert, war es der Stiftung wichtig, nicht mit der Gießkanne zu hantieren.
„Uns ist es ein Anliegen den Projektträgern möglichst die beantragte Summe zur Verfügung stellen zu können, um die Projektrealisierung nicht zu gefährden.“
Gleichwohl könne nicht jedes Projekt die volle Summe erhalten, schließlich, so Lipfert, seien die Mittel der Stiftung begrenzt und der Bedarf bedeutend höher gewesen.
Rund 650.000 Euro stehen der Stiftung zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Kultur für das Jahr 2026 durch die institutionelle Förderung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie aus Vermögenserträgen der Stiftung zur Verfügung.
Dass die Kulturstiftung Thüringen einen breiten Wirkungskreis hat, zeigen nicht nur die geförderten Projekte.
Mit der Veranstaltungsreihe „Kulturpause“ präsentiert sie vier Mal im Jahr an verschiedenen Orten in Thüringen ihre Stipendiatinnen und Stipendiaten. Im Oktober bringt die Kulturstiftung die Autorin Anke Engelmann in den Rathaussaal nach Sonneberg.
„Die Kulturpause ist ein Format, das wir entwickelt haben, um mit den Kulturakteuren vor Ort ins Gespräch zu kommen“, erklärt Lipfert. Und weiter: „Wir gehen damit in Regionen, aus denen seltener Anträge bei uns eingehen – insbesondere auch, um dort für unsere Förderung zu werben.“
Bis zum 1. Oktober 2026 können sich Kulturakteure und Künstlerinnen und Künstler für Projektförderung und Stipendien bei der Stiftung für das Jahr 2027 bewerben. Zur Unterstützung im Antragsverfahren werden Online-Tutorials angeboten.



